: Fantasielose Kohl-Gegner
■ betr.: "Unsere Kinder - ihr Haß" von Viola Roggenkamp, taz vom 9.6.93
betr.: „Unsere Kinder – ihr Haß“ von Viola Roggenkamp,
taz vom 9.6.93
Rechtsradikale Gewalt wird weitergehen etc. pp., weil Kohl in Bitburg die Gräber von SS-Mitgliedern besuchte, zur Trauerfeier in Solingen aber nicht erschien. Wieso Ihr solchen Blödsinn abdruckt, ist mir ein Rätsel. Bis hin zu Pennälern, die nur an Konsum glauben und sich einen Dreck um Politik scheren, ist es im linksliberalen Milieu inzwischen zur Mode geworden, alles Unglück in Deutschland auf Helmut Kohl zurückzuführen.
Selbst wenn man Kohl absolut nicht gut findet, wird er einem unwillkürlich weniger unsympathisch, ja fast sympathisch, wenn man ihn an der Fantasielosigkeit seiner Gegner mißt. Deutschland wird zum Einwanderungsland erklärt – und dann herrscht Friede. Prost Mahlzeit! Keine Angst, ich werde die taz nicht abbestellen – vor allen Dingen, um weiterhin die Artikel von Christian Semler zu lesen, der zu den wenigen linken Autoren gehört, die ihre politischen Ansichten nicht nur „aus dem Bauch“ formulieren! Detlef Zeiler, Heidelberg
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