: Fall Sebnitz ist beendet
Familie Kantelberg-Abdulla wird nicht wegen einer Falschaussage im Todesfall von Sohn Joseph angeklagt
DRESDEN ap ■ Die sächsische Justiz hat das letzte Kapitel im Todesfall Joseph geschlossen. Wie Generalstaatsanwalt Jörg Schwalm gestern mitteilte, wird die Mutter des im Jahre 1997 bei einem Badeunfall in Sebnitz ertrunkenen sechs Jahre alten Joseph, Renate Kantelberg-Abdulla, nicht wegen Anstiftung zur Falschaussage angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Dresden habe das Verfahren gegen sie, ihren Ehemann Saad und die Tochter Diana eingestellt.
Zur Begründung sagte Schwalm, man könne von einer Verfolgung absehen, wenn die Betroffenen durch ihre Handlungen so schwer getroffen seien, dass eine Bestrafung verfehlt wäre. Die Familie Kantelberg-Abdulla sei durch den Fall Sebnitz in schwere wirtschaftliche Nöte geraten. Außerdem hätten die Eltern wegen des Todes ihres Sohnes ein Trauma erlitten. Zunächst war der Verdacht aufgekommen, Rechtsextremisten hätten Joseph ertränkt.
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