piwik no script img

■ FLEISCHHÄNDLER MOKSELBayerische Behörden hielten Hand über Schalck

Berlin (taz) — Die bayerischen Finanzbehörden haben offenbar jahrelang über die krummen Geschäfte des Schlachtviehkonzerns Moksel mit Firmen aus Schalck-Golodkowskis Imperium Bescheid gewußt.

In einem Fall wurde Moksel sogar vor einer Polizeirazzia gewarnt. Das geht aus Notizen der Staatssicherheit hervor. Den Schlachtviehhändlern ist die Unrechtmäßigkeit ihres Tuns wohl bewußt, so daß sie schon Anfang letzten Jahres Selbstanzeige erstatteten. Ein kluger Schritt, denn im Steuerrecht geht derjenige straffrei aus, der sich rechtzeitig selbst anschwärzt. Und der Schalck-Untersuchungsausschuß ist ihnen auf der Spur. SEITE 5

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen