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■ FDP übt schon mal StreitkulturBelehrungen für Möllemann

Bonn (dpa) – In der FDP halten die Auseinandersetzungen um den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann an. Der FDP-Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff sieht in der von Möllemann entfachten Personaldebatte um Ministerposten in Bonn eine Belastung für die bestehenden Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU. Möllemann, der Interesse an einem Ministerposten für Bildung und Forschung bekundet hatte und von Parteichef Klaus Kinkel eine Absage erhielt, wird belehrt: „Wer sich selbst ins Gespräch bringt, ist meistens nicht erfolgreich.“

Kinkel hat unterdessen den Parteifreunden in Nordrhein-Westfalen versichert, die Absage an Möllemann richte sich nicht gegen den NRW-Landesverband. Der Chef der FDP-Landtagsfraktion in Düsseldorf, Achim Rohde, ein Vertrauter Möllemanns, kritisierte unterdessen Kinkel und forderte neues Führungspersonal sowie eine neue „Führungskultur“ in Bonn.

Mehrere Landesvorsitzende der Jungen Liberalen forderten ein „internes Großreinemachen“ auf dem geplanten Sonderparteitag. „Mit Redenhalten und Klatschen ist es diesmal nicht getan“, heißt es in einer Erklärung. Vielmehr müßten Strategien entwickelt werden, „wie man die Partei aus ihrem gegenwärtigen Tief holt“.

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