■ Ex-RAF studiert: Uni trotz Haft
Oldenburg (dpa) - Die wegen Beteiligung an der Entführung und Ermordung von Hanns-Martin Schleyer im Oktober 1991 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilte Ex- RAF-Terroristin Silke Maier-Witt studiert Psychologie. Das niedersächsische Justizministerium bestätigte gestern, Frau Maier-Witt sei Freigängerin der Justizvollzugsanstalt Vechta und studiere an der Uni Oldenburg. Zugleich wurde es als „ausgesprochen unglücklich“ bezeichnet, das die „Lockerung der Haftbedingungen“ bekanntgemacht worden sei. Damit werde Silke Maier-Witt „hochgradig gefährdet“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen