: Europa im Krieg
György Konrád begann im August die Debatte über den Krieg im ehemaligen Jugoslawien, die Willi Winkler für die taz koordiniert. Wir haben vor allem Intellektuelle und Schriftsteller aus Osteuropa um ihre Beiträge gebeten. Nach Konrád, der abendländische Humanität gegen das neue — oder alte— nationale Selbstbewußtsein einklagt, haben hier György Dalos, Peter Handke, Milovan Djilas, Svetlana Slapsak, Dunja Melcic, Lothar Baier, Florjan Lipus, Mirko Kovac, Herta Müller, Hans Magnus Enzensberger, Claudio Magris, Slavenka Drakulic und — am letzten Dienstag — István Eörsi geschrieben. Heute kommt nun der Deutsche Ernst Köhler zu Wort. Der 53 Jahre alte Historiker lehrt an der Universität Konstanz. 1977 erschien im Wagenbach-Verlag sein Buch „Arme und Irre“, 1981 bei Rotbuch der Band „Lebenszeichen aus Tuttlingen“. Für seine Erzählungen „Und er kommt und findet sie schlafend...“ erhielt Ernst Köhler 1986 den Thaddäus-Troll- Preis.
Die Debatte wird fortgesetzt. Einige Tageszeitungen wie El País in Madrid, der Wiener Standard und der Tagesanzeiger in Zürich übernehmen Beiträge dieser Reihe.
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