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Erregende Zensur

■ betr.: „Was erregt...“ (Monika Treut, Autorin und Regisseurin unter anderem von „Die Jungfrau enmaschine“), taz vom 18.6.94

Die SPD, Piero Buscaroli und „Immatrikulationsbüro“ – all das darf erregen. Aber wenn eine Frau es wagt, ihre sexuellen Phantasien (kommt von „Sex“ – schon von gehört?) zu erzählen, wird sie zensiert. Was sagt mir das? Bin ich verpflichtet, meine Phantasien auf ihre political correctness hin zu überprüfen?

Albert Eckert mochte seine Antwort („diktiert von Schamlosigkeit und Lüsternheit“) nicht gedruckt sehen. Ein gebranntes Kind? – ist doch seine Offenheit bezüglich seiner Lust verantwortlich für das „Ex“ vor dem „Vizepräsident“. Und: Ahnte er, daß der Horizont der taz auch nicht weiter reicht als der des Berliner Abgeordnetenhauses? Friederike Habermann,

Hamburg

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