piwik no script img

Erfolg zu Lande

Mit Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“, dirigiert von Christoph Eschenbach, endete gestern in Lübeck das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF). Im 13. Jahr seines Bestehens war der Klassik-Marathon, der von Justus Frantz ins Leben gerufen wurde und bei dessen Abtritt 1995 ein Millionendefizit hatte, erfolgreich wie nie: 115.000 Besucher bei 132 Konzerten sorgten für eine Platzauslastung von 74,5 Prozent. Festivalchef Franz Willnauer, der das SHMF in diesem Jahr mit einem Etat von 14,6 Millionen Mark zum dritten und letzten Mal leitete, rechnet mit einem Überschuß von 100.000 Mark.

Die Nachfolge des 64jährigen Österreichers tritt am 1. Oktober Christoph Eschenbach an, der ab der kommenden Sonntag beginnenden Spielzeit auch Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters ist. Eschenbach kündigte für 1999 als thematische Schwerpunkte die französische Musik sowie den Einfluß Goethes auf das Schaffen verschiedener Komponisten-Generationen an. Er selbst wird das Orchestre de Paris dirigieren; eingeladen wurde auch das Ensemble InterContemporain unter der Leitung Pierre Boulez'. Akzente „über die Grenzen der Klassik hinaus“ sollen die Konzerte des Hannover Pops Orchestra und der NDR-Big Band sowie ein Stockhausen-Tag in Kiel setzen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen