: Er heißt Lionel Jospin
■ Frankreichs Sozialisten mit Kandidat
Paris (dpa) – Frankreichs Sozialisten haben ihren früheren Parteichef Lionel Jospin als Kandidaten für die Präsidentenwahl im April/ Mai aufgestellt. Das Votum der Mitglieder, die mit 65,85 Prozent für den 57jährigen gestimmt hatten, bestätigte gestern ein Sonderparteitag in Paris. Der jetzige Parteivorsitzende Henri Emmanuelli, der sich ebenfalls um die Kandidatur beworben hatte, aber nur auf 34,15 Prozent kam, will dennoch nicht von seinem Führungsamt zurücktreten.
Jospin rief die Linke zur Einigkeit auf. Er kündigte an, den neogaullistischen Premierminister Edouard Balladur, der laut Umfragen als wahrscheinlicher Sieger der Präsidentenwahl gilt, zur politischen Auseinandersetzung zu zwingen. Emmanuelli, der erst im November endültig als Parteichef bestätigt worden war, sagte zum Verzicht auf einen Rücktritt: „Ich werde an dem Platz sein, der mir zusteht, wohin mich die Parteimitglieder gewählt haben.“
siehe Seiten 10 und 11
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