: Endlich freie Sicht
Felsabsturz an der Zugspitze als dunkles Zeichen
Menetekel, ick hör dir husten! Seit Langem bröselt und bröckelt es hierzulande an allen Ecken und Enden. Und jetzt das! „Großer Felssturz an der Zugspitze“, meldete die Katastrophenagentur dpa am Mittwoch. Auf Deutschlands höchstem Berg haben sich mehrere Kubikmeter Felsen gelöst und eine Riesenstaubwolke verursacht. Ein weiteres Zeichen des Zusammenbruchs, wenn ein Stück des 2.962 Meter hohen Spitzensymbols abstürzt. Und wer ist schuld? Die da oben natürlich! Die da oben sind nämlich immer schuld. Wie Friedrich Merz. Auf des Kanzlers Kappe geht derzeit ja alles, mindestens aber der Untergang des Abendlandes. Und den symbolisiert der Felssturz. Auch wenn er an einer schwer einsehbaren Stelle stattfand und nur aus der Ferne beobachtet werden konnte. Also wie das ferne und schwer einsehbare Mecklenburg-Vorpommern. Von wo aus sich zuletzt bei den Wahlen eine große braune Staubwolke übers Land legte. Wie an der Zugspitze. Die nun nicht mehr für Spitzenstolz steht. Sondern für Niedergang. Und wieder ist Deutschland etwas flacher geworden. Getreu dem altem Spontispruch: „Nieder mit den Alpen. Freie Sicht aufs Mittelmeer!“
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