Emmy-Verleihung 2019: Der Drache geht
Bei der Emmy-Verleihung in Los Angeles konnte „Game of Thrones“ noch mal abräumen. Doch der neue Stern am Himmel leuchtet schon.
dpa/taz | „Ein Freund muss gehen“, hieß auf Deutsch eine großartige Folge der „Sopranos“. Die Urmutter aller Serien gewann im Laufe ihre Ausstrahlung 21 Emmys. In der vergangenen Nacht hat sich nun „Game of Thrones“ nach acht erfolgreichen Staffeln von der Bühne der US-Fernsehpreise verabschiedet. Die im Mai zu Ende gegangene Serie gewann bei der Gala in Los Angeles zwölf Preise für die letzte Staffel.
Star des Abends war aber kein Drachen- und Feuer-Spektakel, sondern Neuankömmling Phoebe Waller-Bridge, die mit ihrer Amazon-Comedy-Serie „Fleabag“ der Konkurrenz von „Veep“ den Preis als beste Comedy-Serie wegschnappte. „Jetzt wird es aber wirklich albern“, kommentierte Waller-Bridge in ihrer Dankesrede – nachdem sie insgesamt drei Trophäen, auch noch die für das beste Drehbuch, eingesammelt hatte.
Zu den weiteren Gewinnern gehörten die Serien „Chernobyl“ und „The Marvelous Mrs. Maisel“ und „Ozark“. Billy Porter gewann als erster offen homosexueller Mann in der Kategorie bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie für seine Rolle in „Pose“.
Die deutschen Nominierten – Jannis Niewöhner als Darsteller aus der Amazon Prime Thriller-Produktion „Beat“ und die Serie „Bad Banks“ – gingen leer aus.
Die Emmys werden in rund 120 Kategorien von etwa 24.000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. Bei der Gala, in diesem Jahr zum vierten Mal in der Geschichte ohne Moderator, stehen die Hauptkategorien im Mittelpunkt. Zusammengezählt mit den Nebenkategorien sammelte der Premium-Kabelfernsehsender HBO mit 34 die meisten Trophäen ein, dahinter folgte der Streamingdienst Netflix mit 27, Amazon mit 15, National Geographic mit 8 und der TV-Sender NBC mit 7.
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