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Eitel Hoffnung

■ Was Menschenführer vom neuen Jahr erwarten

Das bislang „schwierigste Jahr in der Geschichte der Perestroika“ sieht Michail Gorbatschow hinter sich und fordert die sowjetische Bevölkerung auf, 1990 „mit Entschiedenheit und Festigkeit die revolutionäre Arbeit fortzusetzen“ mit dem „gemeinsamen Ziel eines demokratischen und menschlichen Sozialimus“. Für Maggie Thatcher hingegen ist „das Scheitern des Sozialismus“ die „herausragende Lektion“ des abgelaufenen Jahrzehnts. George Bush blickt von seiner Ferienranch in Texas bereits auf das Jahr 2000 und fordert „nach einem durch Kriege zerrissenen 20.Jahrhundert die Verdoppelung der Anstrengungen, um auf ein neues Jahrhundert des Friedens und der Freiheit hinzuarbeiten“. Eine Nummer kleiner klingt es aus dem Elysee-Palast: Fran?ois Mitterand rechnet für die 90er Jahre mit der Schaffung einer „europäischen Konföderation, die alle Staaten unseres Kontinents in einer gemeinsamen Organisation umfaßt“. Zu entscheiden sei neben der „deutschen Frage und der Zukunft der Militärbündnisse, in welchem Rhythmus die Abrüstung fortgesetzt wird“. Das weiß Hans-Dietrich Genscher: „Drastisch“ sollen die Abrüstungsschritte 1990 sein und „atomare Kurzstreckenraketen und Artillerie miteinbeziehen“. Na denn, Prost Neujahr!

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