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 ■ Eine Worthülse sei der Begriff „Sportfreundschaft zur

Sowjetunion“, schreibt das 'Neue Deutschland‘. Von Floskeln wie „führende Sportnation DDR“ und „Medaillenintensität“ müsse man sich trennen. Die DTSB-Spitze habe diese Politik „bewußt mitgetragen, ja, vorangetrieben und knallhart umgesetzt“. So mancher finde sich noch an führender Stelle, auch in dieser Hinsicht „müssen Konsequenzen folgen“.

Wenn wir uns recht erinnern, haben all die Jahre Redakteure des 'ND‘ mit Vorliebe und Begeisterung den ganzen Wortmüll abgedruckt, die Klappe gehalten und knallhart zum Ruhme des Landes beigetragen. Konsequenzen sind bis dato nicht bekannt, und zu wünschen ist, daß ein Großteil der Schleimer wirklich in der Produktion landet. Ihren dritten Slalomsieg dieser Saison errang die 25jährige Schweizerin Vreni Schneider gestern in Hinterstoder. Mit zweifacher Laufbestzeit verwies sie Anita Wachter (Österreich) und Christine von Grünigen (Schweiz) deutlich auf die Plätze zwei und drei. Michaela Gerg, die nicht am Start war, verlor ihre Führung im Gesamt-Weltcup (148 Punkte) an Anita Wachter, die jetzt 155 Punkte gesammelt hat. Siegerin Schneider bescheinigte sich selbst, „phantastisch“ gefahren zu sein und berichtete, daß sie im Rennen nichts mehr von ihrer Knieoperation kurz vor Weihnachten spüre, „nur noch beim Treppensteigen“.