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Eine Chance zum Ausstieg

Diakonisches Werk plant Second-Hand-Laden für  ■ frühere Prostituierte

Eine Chance für acht von 8000 soll er werden, der Second-Hand- Laden, für den das Diakonische Werk derzeit Pläne schmiedet: ein Neuanfang für acht Hamburger Prostituierte, die aus diesem mühsamen Job aussteigen wollen. Schon im nächsten Jahr soll der Laden in St.Pauli seine Pforten öffnen. Ob das klappen wird, ist derzeit jedoch noch unklar.

Geboren wurde die Idee zu dem Aussteigerinnen-Projekt von den Mitarbeiterinnen des Beratungscafés „Kaffeeklappe“ der Mitternachtsmission. „Vor allem für ältere Frauen ist es auch unter finanziellen Gesichtspunkten wichtig, eine neue Berufsperspektive zu planen“, erklärt Ulli Dreßler von der kirchlichen Beratungsstelle für sozialpolitische Beschäftigungsprojekte.

Doch noch im September gab es zunächst die erste kalte Dusche aus der Hamburger Sozialbehörde. Die Zusage zur Finanzierung der Projektleiterinnenstelle wurde zurückgezogen. Inzwischen hat die Behörde jedoch zumindest die Arbeit bis zum Jahresende sichergestellt.

Bis dahin muß die Projektleiterin Ruth Bohn-Wunderlich ein Konzept erstellt und die erforderlichen Räumlichkeiten auf dem Kiez gefunden haben. Nach der Größe des Ladens wird sich auch richten, ob die Frauen ausschließlich im Verkauf arbeiten oder auch an der „Aufbereitung“ der Kleidungstücke mitarbeiten werden.

Auf welche Art die Arbeit der Frauen finanziert wird, ist auch noch nicht sicher. „Die Behörde hat uns geraten, für die Frauen ABM-Stellen zu beantragen“, so Dreßler. Ob diese bei der aktuellen Kahlschlagpolitik noch den Kriterien entsprechen, wird sich erst erweisen, wenn der zuständige Ver-

1waltungsausschuß in wenigen Wochen darüber entschieden hat.

Probleme, genügend Frauen für das Projekt zu finden, gäbe es keine, so Dreßler. An die große Glocke werden man den Startschuß jedoch nicht hängen. „Bei Projekten dieser Art führt das Leise zum Erfolg.“ sako

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