: „Ein ordentliches Verhältnis“
Mobile (AFP) – Ein Priester der katholischen Sankt-Johannes-Kirche in Magnolia Springs im US- Bundesstaat Alabama hat versucht, in einer Zeitungsannonce die Tötung von Abtreibungsärzten zu rechtfertigen. Die Zeitung Mobile Press-Register berichtete am Sonntag, sie habe die Veröffentlichung der Anzeige von Reverend David Trosch abgelehnt. Diese zeige einen Mediziner bei einer Abtreibung, auf dessen Kopf eine Pistole gerichtet sei. Untertitelt sei die Zeichnung mit den Worten „Gerechtfertigte Tötung“. Der Priester erklärte nach der Absage durch die Zeitung: „Wenn 100 Ärzte sterben müssen, um eine Million Babys pro Jahr zu schützen, dann ist das meiner Meinung nach ein ordentliches Verhältnis.“ Er selbst habe bisher nur vage daran gedacht, selbst einen Arzt zu töten.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen