: Ein kleines bisschen mehr Schiene
VERKEHR Die Bundesregierung will das Schienennetz etwas stärker fördern als geplant. Das hatte auch das Umweltbundesamt gefordert
dpa | Der Bund will in den kommenden Jahren stärker in den Ausbau des Schienennetzes investieren als bisher vorgesehen. Im Bundesverkehrswegeplan, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll, sind bis 2030 18,3 Milliarden Euro für neue Aus- und Neubauvorhaben bei der Bahn vorgesehen. Im ersten Entwurf waren für Bundesstraßen und Autobahnen noch 19,3 Milliarden Euro eingeplant, für die Bahn 17,2 Milliarden Euro. Außerdem will der Bund künftig überregionale Fahrradwege finanzieren.
Eine leichte Umschichtung zugunsten der Schiene ist auch bei den Gesamtinvestitionen von 269,6 Milliarden Euro vorgesehen, die zu 69 Prozent in den Erhalt fließen sollen. Der Anteil der Bahn wuchs im Vergleich zum ersten Entwurf von 41,3 auf 41,6 Prozent. Eine stärkere Berücksichtigung des Klimaschutzes hatte zuletzt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) angemahnt. Die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, forderte im Handelsblatt „ein Bekenntnis zum Schienenverkehr“.
▶Schwerpunkt
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen