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„Ein Blick auf die Risiken lässt nur einen Schluss zu: Krieg ist schlecht für die Weltwirtschaft“

Simon Poelchau

Die Weltwirtschaft ist irgendwie mit einem blauen Auge davongekommen. Die Ökonomen der OECD heben sogar trotz des andauernden Irankriegs die Prognose an. Sie gehen nun von einem Wachstum der globalen Wirtschaft von 2,9 Prozent in diesem Jahr aus. Doch ein genauer Blick lässt nur einen Schluss zu: Krieg ist schlecht für die Weltwirtschaft.

Simon Poelchau ist taz-­Redakteur im Ressort Wirtschaft und Umwelt.

Da ist das offensichtlichste Risiko: die Energiepreise. Diese sind zwar im Vergleich zur Prognose laut der OECD bisher nur moderat gestiegen. Doch dauert der Krieg im Mittleren Osten weiter an, bleiben die Lieferketten gestört. Das lässt nicht nur an den Zapfsäulen die Preise steigen. Was zu Problem Nummer zwei führt: Die Notenbanken werden im Kampf gegen die Inflation die Zinsen anheben. EZB, Fed und Bank of Japan haben das schon gemacht. Die Folge: Kapital wird teuer.

Ein dritter Grund, warum Kriege schlecht fürs Wachstum sind: Sie sind teuer. Weil die Staaten ihre Waffen auf Pump finanzieren, wächst das Risiko einer Staatsschuldenkrise. Und das Geld fehlt für Ausgaben, die Wachstum eher fördern, etwa für Bildung oder Infrastruktur. Wer Wachstum haben will, muss also für Frieden sorgen.