: Editorial
Als Reaktion auf die zunehmend feministische Rhetorik in der USA-weiten Kampagne gegen sexuelle Inhalte und Darstellungsformen in Filmen, Bildern und Druckerzeugnissen, die direkt für sexuelle Belästigungen und Gewalt verantwortlich gemacht werden, gründete sich vor genau einem Jahr in New York die Gruppe FFE, Feminists for Freedom of Expression. In einem Protestbrief gegen den Gesetzesentwurf PVCA (siehe Text von Marcia Pally auf dieser Seite), unterschrieben von Adrienne Rich, Betty Friedan, Erica Jong, Jamaica Kincaid und anderen, formulierten sie erstmals eine kohärente und aktive Opposition von Feministinnen gegen Zensur.
Die amerikanische Mitarbeiterin von Index on Censorship, Nan Levinson, hat einige der FFE-Expertinnen um die Darstellung der Problematik gebeten, die mit dem Themenkomplex „Sex und Frauenrechte“ in den USA zusammenhängen. Die heutige Auswahl enthält ausschließlich Texte, die als Resultat dieser Zusammenarbeit im ersten Index-Heft des Jahres 1993, rechtzeitig zur Amtseinführung von Bill Clinton – und 53 weiblichen Kongressabgeordneten! –, erschienen sind. Für InteressentInnen an weiteren Informationen hier Adresse und Telefonnummer der FFE: Feminists for Free Expression, 2525 Times Square Station, New York, NY 10108 USA; Tel.: (212) 7135446. Uta Ruge
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