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Dünner Saft zum Fest

Üppiger Dezember soll trockengelegt werden

Jetzt drehen die Feinde des Genusses endgültig durch: „Warum bis Neujahr mit dem Dry January warten?“, fragte am Dienstag eine an Irrsinn kaum mehr zu überbietende Pressemitteilung. Im Januar verzichten ja viele Menschen inzwischen auf Alkohol. Nun soll also auch noch der Dezember trockengelegt werden. Dieser bezaubernde letzte Monat im Jahr, in dem zu Weihnachten und an Silvester zwei der rauschendsten Feste mit ausgiebig fließenden Schaumweinen und üppigen Mahlzeiten stattfinden. Und diese feine Zeit soll durch ein spitzlippig trockenes Jahresende ersetzt werden? Dem vermutlich eine zweite puritanisch sparsame Phase folgen soll? Im Januar, diesem seit dem Jahr 153 v. Chr. nach dem doppelköpfigen römischen Gott Janus benannten ersten Monat im Jahr, mag jeder seinen Feierkater pflegen und ihn modisch „dry“ nennen. Aber der Dezember muss Dezember bleiben! Großzügig und orgiastisch. Und wer kommt eigentlich auf diese Idee eines Dry-Dezember? „Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V.“! Der offenbar noch mehr Geschäfte machen will. Nicht auf Kosten von uns Feierbiestern! Was für ein geldgeiler Saftverein!

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