piwik no script img

Drogenstrich verkehrsberuhigt

■ Bremer Ampel-Senat entschied Zerschlagung

Bremen (taz) — Der Bremer Junkie- Strich soll zerschlagen und nicht nur verlegt werden. Diesen überraschenden Beschluß faßte gestern der Ampel-Senat der Hansestadt. Damit rückte er von der Vorlage ab, die der FDP-Innensenator van Nispen und die Sozialsenatorin Gaertner (SPD) in die Sitzung eingebracht hatten. Beide zuständigen SenatorInnen hatten noch bis Dienstag morgen die Verlegung des Strichs favorisiert. Mit der Senatsentscheidung kommt ein schwerer innerbremischer Konflikt an seinen vorläufigen Endpunkt. Über Wochen und Monate waren die Wellen der Emotion über den Drogenstrich im Szeneviertel Ostertor/Steintor hochgegangen. Jeder Vorschlag für einen neuen Standort hatte heftige Proteste der Anwohner hervorgerufen. Die Proteste hatten vor zwei Wochen die SPD-Fraktion so mürbe gemacht, daß sie schließlich die Zerschlagung des Strichs forderte. Noch bis Montag nacht hatte es ganz nach einer Verlegung ausgesehen. In der Ampel-Koalitionsrunde hatten sich SPD, Grüne und FDP auf die Senatsvorlage zur Verlegung geeinigt. Jochen Grabler

Siehe auch Seite 3

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen