: Digitale Lebewesen
Es muss ja nicht immer in einer Apokalypse enden, wenn wir wenigstens mit dem Gedanken spielen, dass die Informatik und die Mikrobiologie demnächst zu einer neuen einheitlichen Wissenschaft lebender Systeme verschmelzen. Wie reizvoll – aber auch realitätsfern – dieser Gedanke ist, kann man spielend leicht ausprobieren auf der Website www.virtual-worlds.net/lifedrop/menu.htm. In forciert antiquiertem, alchimistischem Design informiert sie zunächst (in Französisch und Englisch) auch für Laien verständlich über den heutigen Stand der Evolutionstheorie. Dann aber geht es an das Leben selbst. Ein ziemlich einfaches Java-Applet simuliert auf dem Bildschirm das Leben einer ganzen Population künstlicher Mikroorganismen. Die winzigen Lebewesen wimmeln in einer virtuellen Petri-Schale ganz so, wie man sich das im Labor vorstellt. Mit ein paar Tastenbefehlen lassen sich Lebenszyklen und Vermehrungsraten des Systems abrufen. niklaus@taz.de
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