: Die Taz berichtet in 10 Jahren
Der seit drei Jahren laufende Prozeß der Anti-Elektrosmog-Firma HKS gegen den Energiemulti Worldwide Energy Corp. sorgte auch heute wieder für Schlagzeilen, als die Anwälte des Klägers neues Material vorlegten, demzufolge sich die Absprachen der damals noch getrennt operierenden großen Stromversorger bereits auf die 70er Jahre zurückverfolgen lassen. So war man sich auch darüber einig, alle Neuentwicklungen auf dem Sektor des Stromtransportes zu ignorieren und weiter an der aufwendigen aber lukrativen Hochspannungstechnik mit ihrem Mastenbau festzuhalten, obwohl die negativen Wirkungen des enstehenden ESMOG-Feldes bekannt waren. Methoden wie die unterirdische PE-schaumisolierte Verlegung wurden regelrecht unterdrückt und auch auf dem Haushaltssektor hielt man an ungeschützten Bildschirmen, Mikrowellenöfen und ähnlich gesundheitsschädigenden Geräten fest. Erst als sich die medizinischen Befunde (auch nach Aussiebung eher psychologisch motivierter Beschwerden) nicht mehr verdecken ließen, war die Industrie bereit, strengere Standards zur Reduzierung des Elektrosmogs zu akzeptieren. Die neuen Europäischen Richtlinien, aufgrund derer die HKS-Klage erfolgt ist, sind die weltweit strengsten Bestimmungen gegen die ESMOG-Gefahren. A. Khammas
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen