: Die Faxen dicke gehabt
■ betr.: „Ein Volk, ein Meer, ein Bohrturm“, taz vom 21. 6. 95
Den schlichten Glaubenssatz, die „Brent Spar“ an Land zu schleppen, haben sich neben „den Deutschen“ auch die „Niederländer“ sowie auch zunehmend „die Briten zu eigen gemacht. Beim Shell-Boykott ging es schlicht und einfach darum, daß die kleine Frau, der kleine Mann, die von allen Seiten, so auch von Shell, mit „Verantwortung für die Umwelt“ traktiert werden, die Faxen dicke haben. Was das mit „ein Volk, ein Meer, ein Bohrturm“ oder mit dem Carl-Schmittschen Kampf der Land- und Seemächte zu tun haben soll, das bleibt „begnadeten Polemikern“ vom Schlage eines Micha Brumlik vorbehalten. Richard Pestemer, Neunkirchen
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen