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Die Ereignisse verdichten sich

Und prompt steht an einer Barrikade: „Der Platz des Poeten ist jetzt die Straße.“ Mein Lieblingsbild ist ein alter Mann, der seiner dicken Frau Pflastersteine zum Werfen hochreicht (heute im Besitz von Wagenbach). Ein CGT- Dichter beschreibt eine Demo: „An der Spitze einer Gruppe ein Mädchen mit der Jakobinermütze – sie schwenkt eine rote Fahne.“ Im 60er-Jahre-Buch eines SED-nahen Verlags ist eine Pariserin auf den Schultern eines Kommilitonen abgebildet, die eine Trikolore schwenkt. Adriano Sofri erinnert sich: „Im Album meiner nostalgischen Erinnerung hat natürlich das Foto des dunkelhaarigen Mädchens mit der Fahne aus dem französischen Mai seinen festen Platz: Niemand hat je in Erfahrung gebracht, wer sie ist, und sie selbst hat sich niemals gemeldet.“ So sind sie, die jungen Französinnen. Noch in Cohn-Bendits „Wir haben sie so geliebt, die Revolution“ (1987) tauchen sie nur als „blonde junge Frau X“ auf.

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