: „Die Bahn sollte nicht nur an ihren Finanzen gemessen werden“
Nanja Boenisch
Auf dem Papier ist es ein Erfolg. Die Deutsche Bahn hat Gewinn gemacht, zum ersten Mal seit sieben Jahren schreibt sie wieder schwarze Zahlen. Zumindest im ersten Halbjahr 2026, da machte sie 147 Millionen Euro Profit. In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres war die DB noch mit 760 Millionen Euro in den Miesen. Die Gewinne sind der Umstrukturierung des Konzerns zu verdanken, vermeldete die Bahn.
Nanja Boenisch
schreibt im Ressort Wirtschaft und Umwelt über Mobilität und Verkehrswende.
Gut zu hören, dass sich der begonnene Stellenabbau in der Verwaltung dieses verästelten Unternehmens schon bezahlt macht. Trotzdem sollte die Bahn nicht nur an ihren Finanzen gemessen werden. Noch immer kommen viel zu viele Züge zu spät, fallen aus oder sind zu teuer für einkommensarme Menschen. Dass zuletzt dennoch mehr Leute Zug fuhren als noch vor einem Jahr, zeigt, wie viel möglich sein kann auf der klimafreundlichen und bisweilen komfortablen Schiene. Wie viel sich gewinnen lässt, nicht nur wirtschaftlich, wenn die DB bloß zuverlässiger ist. Und wenn Bahnfahren attraktiver ist als Autofahren, wenn der Staat die Schiene an erste Stelle setzt. Mal sehen, ob der neue Verkehrsminister Bilger das macht.
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