Die Anderen: Zycie Warszawy
■ Die polnische Zeitung zu Rußlands Politik in Bosnien
Die polnische Zeitung zu Rußlands Politik in Bosnien:
Mit der plötzlichen Wende in seiner Politik gegenüber Serbien hat Rußland seine europäischen und amerikanischen Partner überrascht. Der Westen wollte bereits abwarten, bis die Serben selbst den Krieg beenden und sich zum Sieger erklären. Unter Moskaus Druck muß der Westen seine Haltung im Balkan- Konflikt ändern. (...)
Die Änderung der russischen Haltung hat die westlichen Politiker vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Es gibt keine politischen Hindernisse mehr, um die Stellungen der bosnischen Serben anzugreifen. Die Nato fürchtet allerdings eine Verwicklung in einen hoffnungslosen Landkrieg, der schwer zu beenden sein würde. Die Nato-Verbände, nicht die russischen Streitkräfte, müßten dann schwere Partisanenkämpfe in den bosnischen Gebirgen führen. Die Bürger der westlichen Staaten würden die Opfer der aggressiven Serben sein. In diesem Fall könnte Moskau noch wirksamer als bisher beweisen, daß es, obwohl als Koloß auf tönernen Füßen bezeichnet, die entscheidende Rolle auf der internationalen Bühne spielt.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen