: Die Anderen: La Repubblica
■ betr.: Die linksgerichtete römische Zeitung komentiert die jüngsten israelischen Vorschläge
Die linksgerichtete römische Zeitung kommentiert die jüngsten israelischen Vorschläge:
Zu Beginn der Friedensverhandlungen bereitet Israel einen Vorschlag für Kommunalwahlen in den besetzten Gebieten vor... Niemand in Israel aber glaubt, Schamir habe ernsthaft die Absicht, den Palästinensern Kompromisse anzubieten. Alle denken, daß der Verhandlungstisch für den Premierminister ein Alibi ist, um Zeit zu gewinnen und auf dem Feld der Fakten Tatsachen zu schaffen, in Form der demographischen Veränderungen in den besetzten Gebieten... Mit dem Projekt der Kommunalwahlen würde Schamir ein Signal für die Interessen am Friedensprozeß geben, das genau in die Richtung geht, die die israelische Regierung immer wollte: nämlich neue Zentren der palästinensischen Macht zu schaffen, die außerhalb der PLO sind. Auch in dem voraussehbaren Fall, daß die Palästinenser den Vorschlag zurückweisen, dient er dazu, festzustellen, wie groß die Differenzen unter den Arabern selbst sind.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen