Jürgen Kuttner hat fertig „Es ist zum Kotzen und zum Weinen“ Jürgen Kuttners allerletzter Videoschnipselvortrag an der Volksbühne ist ein wehmütiger Abend. Nach 30 Jahren und 200 Shows soll Schluss damit sein. Von Andreas Hergeth 10.6.2026
Deutscher Sachbuchpreis Ausgezeichnetes Auslaufmodell Der Deutsche Sachbuchpreis geht an Konstantin Richter und seine „Dreihundert Männer“. Er schreibt über Kapitänstypen, die westdeutschen Wohlstand begründeten. Von Ulrich Gutmair 9.6.2026
Erste Außenstelle außerhalb Israels Holocaustgedenkstätte Yad Vashem kommt nach München Yad Vashem will eine Außenstelle in München einrichten mit einer Dependance in Leipzig. Das soll die jüdische Perspektive in der Erinnerungskultur stärken. 28.5.2026
Roman von Johann Reißer In einem schönen Schwarzwaldtal Wo heute Rheinmetall Kanonen fertigt: Johann Reißer nimmt in „Pulver“ auf mitreißende Weise die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie in den Blick. Von Julia Hubernagel 17.5.2026
Börne-Preis für Historiker Der Geschichtserzähler Am Sonntag wurde Historiker Christopher Clark ausgezeichnet, die Laudatio hielt Bundespräsident Steinmeier. Warum ist er in Deutschland so beliebt? Von Daniel Bax 11.5.2026
Künstlerin D’Ette Nogle in Braunschweig Mit dem Käfer in die Villa Künstlerin D’Ette Nogle nutzt für ihre Soloschau „Let it R.I.P“ in Braunschweig Abzweigungen der Geschichte Europas. Bonbonpapiere helfen ihr dabei. Von Bettina Maria Brosowsky 22.4.2026
Displaced Persons im Emsland Ein Stück Polen in Deutschland Im Mai 1945 saßen fast 40.000 Polen im Emsland fest. Ins kommunistische Polen wollten sie nicht zurück, so wurde aus Haren (Ems) das polnische Maczków. Von Uwe Rada 21.3.2026
Die DDR Irgendwann kommt was Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen. Von Lars Reyer 24.2.2026
Autor über Arisierung jüdischen Besitzes „Der Holocaust war keine Veranstaltung der Nazis“ Nahezu alle Deutschen waren beteiligt, indem sie profitierten, sagt Armin Flesch. Er recherchiert seit über zehn Jahren zur „Arisierung“. Interview von Amanda Böhm 1.2.2026
NS-Forscher über Gedenkkultur „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“ Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und Mitläufertum. Interview von Jan Feddersen 27.1.2026
Gedenken an die friesische Freiheit Als in der Wesermarsch das Blut der Bauern floss Friesenverbände erinnern an die Butjadinger Bauernrepublik. Wer heute von „friesischer Freiheit“ spricht, muss auch von braunen Schatten erzählen. Von Robert Matthies 16.1.2026
Imagekampagne für Niedersachsen Kein Land für lahme Claims Kolumne Provinzhauptstadt von Nadine Conti Wenn die Landesregierung mal wieder eine Imagekampagne auslobt, kann das eigentlich nur schiefgehen. Mit oder ohne neuen Slogan. 16.1.2026
Hermann Esser, eine deutsche Karriere Hitlers Duzfreund Er war für Heimatliebe, Naherholung und Tourismus zuständig: Hermann Esser (1900 – 1981) – eine Biografie, wie sie bislang in keinem Buche stand. Von Karina Urbach 24.12.2025
„East Side Story“ am Gorki-Theater Jüdische Wut und Verzweiflung Drei jüdische Frauen kehren nach Deutschland zurück. Kann man hier noch leben?, fragen Lena Brasch und Juri Sternburg in ihrem „Jewsical“ am Berliner Maxim-Gorki-Theater. Von Verena Harzer 22.12.2025
Neue Kinder- und Jugendbücher Das Prinzip Hoffnung Bildstarke Erzählungen über außergewöhnliche Frauen erinnern an Judith Kerr und Jella Lepman, die Flucht aus Nazideutschland und ihr Leben mit Büchern. Von Eva-Christina Meier 17.12.2025
Wolfgang Beckers letzter Film im Kino Geschichte ist, was man dabei fühlt „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist Wolfgang Beckers letzter, postum vollendeter Film. Seine Betrugsklamotte fragt nach dem Umgang mit Vergangenheit. Von Barbara Schweizerhof 9.12.2025
Auseinandersetzung mit Identität „Ich wurde in Deutschland erst wirklich jüdisch“ Yfaat Weiss leitet das Dubnow-Institut in Leipzig. Ein Gespräch über jüdische Existenz, historische Verantwortung – und die Schönheit von Geschichte. Interview von Jan Feddersen 2.12.2025
Aufgeladene Worte Das angeblich Natürliche Eine Ausstellung im Berliner Deutschen Historischen Museum untersucht, wie sich der Begriff von Natur mit der deutschen Geschichte wandelte. Von Martin Conrads 26.11.2025
Komödie „Sehnsucht in Sangerhausen“ Wo verstreute Seelen sich verbünden Julian Radlmaiers Komödie „Sehnsucht in Sangerhausen“ verbindet leichtfüßig Geschichte, Kapitalismuskritik und politische Fragen. Geister gibt’s auch. Von Dennis Vetter 25.11.2025
Die Deutschen und ihre Vergangenheit Geschichtskuscheln Kommentar von Georg Diez Das Befassen mit der eigenen Vergangenheit ist deutscher Volkssport. Aber nicht, um aus ihr zu lernen, sondern, um sich hinter ihr zu schützen. 13.11.2025
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