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Der große Kohl & bimbes literaturpreis

Alles mögliche ist Ihnen eingefallen, werte Leserinnen und Leser, allerbeste Sloganschreiber. Wahlsprüche, wie sie kein Werbetexter der Welt besser hätte erfinden können. Für die hohe „Kohl und Bimbes“-Jury stellen wir hier schon mal vorauseilend fest: Besonders gern wurde die von der CDU aufgegriffene Farbmetaphorik aufs Korn genommen. Ebenfalls beliebt waren alle möglichen Anspielungen auf die Nasencreme und die damit assoziativ verbundenen Schmierereien und Schmiergelder der Unionsfraktion. Genauso wie Spaßigkeiten mit dem Namen des Kandidaten Ede Stoiber. Inzwischen sind wir bei den Wahlkampfhelfern angelangt, die zwar nicht – wie eigentlich gewünscht – den CDU-Halbsatz beginnen, aber dafür ganz eigenwillig vollenden. „Dass sie uns im Urlaub ja nicht rot werden – aber bitte noch rechtzeitig zum 22. September“, fiel zum Beispiel taz-Leserin Irene Meyer-Herbst ein – eine riesige Steilvorlage für das darbende Schröder-Team. Nach dem Motto: nicht rot werden, aber rot wählen. Nächste Woche aber wird es verdammt ernst für die Jury des „Großen Kohl & Bimbes Literaturpreises“. Dann geht es ums Ganze. Dann wird noch einmal herzlich gelacht beim Stöbern in der Wahlkampfslogan-Mappe. Und dann muss schwierigerweise bewertet werden, was eigentlich gar nicht zu bewerten ist: Wer hat den besten Spruch? Wer ist am wenigsten rot beim Texten geworden? Wir lassen uns ganz sicher was einfallen – schließlich stehen unzählig viele Tom-Uhren, -Tassen und taz-Abos auf dem Spiel. taz