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Der Bildungsminister empfiehlt: Handwerk statt Hochschulstudium

Bonn (ap) - Bundesbildungsminister Jürgen Möllemann hat die Abiturienten auf „zukunftsträchtige Alternativen“ zum Studium aufmerksam gemacht.

Es sei niemandem mit arbeitslosen oder unter Wert beschäftigten Akademikern gedient, während gleichzeitig Handwerker und Facharbeiter fehlten, erklärte der Minister am Montag in Bonn.

Zur angespannten Lage an den Universitäten erklärte Jürgen Möllemann, hier sei eine „generelle Kurskorrektur“ nötig, weil die Politik bisher von falschen Zahlenerwartungen ausgegangen sei.

Bis zum Jahr 2000 sei mit mindestens 1,2 Millionen Studierenden zu rechnen, für die das gegenwärtige Angebot von 850.000 Studienplätzen bei weitem nicht ausreiche. „Bund und Länder müssen mehr in die Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau investieren und den dafür vorgesehenen jährlichen Ansatz um 400 Millionen auf 2,4 Milliarden Mark aufstocken“, forderte der Bildungsminister zur Behebung der mißlichen Situation.