piwik no script img

Denkzettel für IG-Bau-Vorstand

Nürnberg (dpa) - Die IG Bau-Steine-Erden hat ihrem Vorstand einen deutlichen Denkzettel verpaßt: Bei den Wahlen auf dem 14.Ordentlichen Gewerkschaftstag in Nürnberg erhielt der Vorsitzende Konrad Carl sein bisher schlechtestes Ergebnis. Er mußte ebenso wie sein Stellvertreter Bruno Köbele Einbußen von rund 15 Prozent hinnehmen. Für die Wiederwahl von Carl sprachen sich nur 262 der 330 Delegierten aus, das waren 79,4 Prozent. Noch 1985 kam der jetzt 58jährige auf stolze 94,4 Prozent.

Die übrigen fünf Vorstandspositionen wurden in einer en -bloc-Wahl ermittelt. Dabei kamen nur der Tarifpolitiker Georg Voss mit 234 und der Kassierer Karl-Heinz Pradel mit 252 Stimmen auf Anhieb durch.

Das relativ schlechte Abschneiden des Vorstandes führen Beobachter auf verschiedene Faktoren zurück: Im Gegensatz zu den 60er und 70er Jahren hat die Baugewerkschaft bei den jüngsten Tarifabschlüssen keine nennenswerten Erfolge erzielen können. Verbunden mit dem Skandal der Neuen Heimat schlug sich dies auch in rückläufigen Mitgliederzahlen nieder. Parallel zum drastischen Abbau der Belegschaften hat die IG Bau in den letzten drei Jahren 41.441 Organisierte verloren. Der Anteil jugendlicher Mitglieder sinkt stetig und beträchtlich.

zahlen nieder. Parallel zum drastischen Abbau der Belegschaften hat die IG Bau in den letzten drei Jahren 41.441 Organisierte verloren. Der Anteil jugendlicher Mitglieder sinkt stetig und beträchtlich.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen