: Den Krieg verhindern wollen
„Die von mir angestellten Betrachtungen zeitigten das Ergebnis, dass die Verhältnisse in Deutschland nur durch eine Beseitigung der augenblicklichen Führung geändert werden könnten. Unter der Führung verstand ich die ‚Obersten‘, ich meine damit Hitler, Göring und Goebbels.“ Mit diesen Worten erklärte Johann Georg Elser 1939 im Verhör, warum er versucht hatte, den „Führer“ zu töten. Die Zeitbombe, die am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller 13 Minuten nach Hitlers Rede explodiert war (Foto), hatte der Schreinergeselle im Alleingang platziert. Dazu hatte er zuvor nächtelang eine Säule hinter dem Rednerpult im Bürgerbräukeller ausgehöhlt. Er wurde noch vor der Explosion auf dem Weg in die Schweiz festgenommen. Am 9. April 1945 wurde Elser kurz vor Kriegsende auf persönlichen Befehl Hitlers erschossen. Erst 1972 wurde in Heidenheim-Schnaitheim das erste Denkmal für Elser eingeweiht. Anlässlich seines 72. Todestag soll Elser an seinem Denkmal in der Wilhelmstraße geehrt werden. Kundgebung:9. April, 11 Uhr, Denkmal für Georg Elser, Wilhelmstraße 90
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen