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Demokratie an die Wand!

Frankfurt (dpa) - Die Bedeutung der Frankfurter Paulskirche als Ort des ersten deutschen Parlaments soll durch ein modernes Wandgemälde im Innenraum unterstrichen werden: Eine Jury aus Kommunalpolitikern und Kunsthistorikern hat einen Entwurf des Malers Johannes Grützke mit dem ersten Preis in einem Ideen– und Gestaltungswettbewerb ausgezeichnet. Von mehreren bekannten Malern, darunter Alfred Hrdlicka, Jörg Immendorff und A.R. Penck, war dazu eine „künstlerische Botschaft“ aus dem Vormärz und der gescheiterten Revolution von 1848 an die Gegenwart eingereicht worden. Grützkes Vorschlag für die 33 Meter lange und drei Meter hohe Wandfläche sieht den feierlichen Einzug von Abgeordneten in die Frankfurter Nationalversammlung von 1848 vor. Als Gegensatz zu dieser repräsentativen Ebene will Grützke Szenen aus dem Alltagsleben vorschalten. Über die Realisierung des Entwurfs, die knapp 600.000 Mark kosten soll, müssen die Stadtverordneten entscheiden.

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