piwik no script img

Demo an Neuer Wache

■ Verbot aufgehoben / Veto von Polizei

Die Kundgebung des „Berliner Bündnisses 8. Mai“ kann nun doch vor der Neuen Wache stattfinden. Das Verwaltungsgericht hat das Verbot der Polizei für eine Kundgebung vor der Nationalen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am 7. Mai aufgehoben.

Die Instanz hatte gestern entschieden, daß eine „unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bei der Durchführung der Veranstaltung nicht erkennbar sei“. Die Polizei und die Innenbehörde sagten auf Anfrage, sie würden das Oberverwaltungsgericht anrufen, um ein Verbot der Kundgebung doch noch durchzusetzen.

Auf der Kundgebung einen Tag vor den Feierlichkeiten zum Kriegsende sollen unter anderem die Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte, Alisa Fuss, sprechen. Die Polizei hatte die Kundgebung untersagt, da sie die Schändung der Gedenkstätte befürchtete. In dem „Bündnis 8. Mai“ sind über 200 Einzelpersonen und Organisationen zusammengefaßt. Politisch reicht es von Vertretern der Kirche, der Gewerkschaften über Mitglieder der SPD, von Bündnis 90 / Die Grünen bis zur PDS. dpa

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen