: Dem Geheimnis Liebe auf der Spur
Los Angeles (AFP/taz) – Kann man lieben lernen? Kann man! Ob jemand wenig, viel oder sogar sehr leidenschaftlich liebt, hängt mehr von Erziehung und Umfeld ab als von genetischen Faktoren. Das geht aus einer Studie der Universität von Kalifornien hervor, deren Ergebnisse am Samstag in der Los Angeles Times veröffentlicht wurden.
Mehrere Psychologen beobachteten für ihre Untersuchung 338 Paare von Zwillingsschwestern und 107 Paare von Zwillingsbrüdern, drei Viertel von ihnen eineiig und dadurch mit gleichen genetischen Merkmalen ausgestattet. Sie stellten dabei fest, daß die genetischen Ähnlichkeiten kaum eine Rolle für Intensität und Dauer der Liebe spielen. Die Besonderheit jedes einzelnen gehe vielmehr auf dessen familiäres Umfeld zurück. Einer der Forscher sagte dem Blatt, dies sei das erste Mal, daß Ergebnisse einer psychologischen Studie eine solch geringe Rolle der Vererbung für die Liebe deutlich machten.
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