Datenschutzlücke bei Facebook: Nachrichten unter falschem Namen
Ein Spanier hat zufällig entdeckt, dass Facebook-Nutzer relativ einfach Nachrichten unter falscher Identität verschicken können. Dafür reicht schon ein bisschen Informatikwissen.
MADRID afp | Ein spanischer Maurer hat eine Datenschutzlücke beim Internet-Netzwerk Facebook entdeckt, mit der Nachrichten unter falscher Identität verschickt werden können. "Ich habe diese Lücke durch Zufall entdeckt", sagte der 37-jährige Alfredo Arias am Mittwoch.
Um im Namen eines anderen Facebook-Mitglieds Nachrichten zu verschicken, genügten Kenntnisse über die Einrichtung einer Internetseite, sagte Arias, der seine Entdeckung der für Sicherheit im Internet zuständigen Behörde Inteco mitteilte.
Neben seiner Arbeit als Maurer hält Arias Seminare über die Nutzung sozialer Internet-Netzwerke in Unternehmen. In Sachen Informatik sei er "zu hundert Prozent Autodidakt", sagte er. Jeder, der über Grundkenntnisse in Informatik verfüge, könne ein Formular erstellen, das ihm erlaube, Mails über fremde Facebook-Benutzerkonten zu verschicken.
Eine Sprecherin der Behörde Inteco, die dem spanischen Industrieministerium untersteht, bestätigte die Angaben und sagte, Facebook sei darüber informiert worden.
Facebook wird immer wieder vorgeworfen, die Daten seiner Nutzer unzureichend zu schützen. In den USA einigte sich das Unternehmen mit den Behörden erst vor wenigen Tagen auf eine Verbesserung seiner Datenschutzregeln.
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