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Daten und Fakten zur weiblichen Armut

Zusammengesucht aus dem ersten Armutsbericht des DPWV  ■ 

Sozialhilfe

1987 erhielten 3,1 Millionen Menschen in der BRD Sozialhilfe. Das sind 5,2 Prozent der Bevölkerung - jeder zwanzigste ist SozialhilfeempfängerIn.

Ausgegeben wurden 28 Millionen Mark.

Nach seriösen Schätzungen liegt die Dunkelziffer bei 48 Prozent.

56 Prozent der Sozialhilfeempfänger sind weiblich.

Von den über 65jährigen Sozialhilfeempfängern sind 80 Prozent weiblich.

8,5 Prozent aller über 60jährigen Frauen sind Sozialhilfeempfängerinnen.

10,8 Prozent aller über 75jährigen Frauen sind Sozialhilfeempfängerinnen. Ausländische Bevölkerung

(Migranten)

4,1 Millionen laut Volkszählung, 43 Prozent davon sind Frauen und Mädchen.

69,2 Prozent der Frauen sind ohne Berufsausbildung (Männer: 57,2 Prozent).

Die nachreisenden Ehepartner der Migranten - in der Regel die Frauen - unterliegen einem vierjährigen Arbeitsverbot, auch danach haben sie keinen Rechtsanspruch auf eine Arbeitserlaubnis, gelten also nicht als „arbeitslos“. Altersarmut

Die durchschnittliche Altersrente 1988:

Arbeiter DM 1.150,- Arbeiterin DM 392,-;

Angestellter DM 1.692,- Angestellte DM 648,-;

Gründe für die Differenz: weniger Versicherungsjahre, geringeres Einkommen der Frauen.

Bei gleichen Versicherungsjahren (35 bis 40 Jahre):

Arbeiter DM 1.330,- Arbeiterin DM 918,-;

Angestellter DM 1.931,- Angestellte: 1.252,

Arbeiterrenten:

Renten bis 600 DM: 66,5 Prozent der Arbeiterinnen

14,7 Prozent der Arbeiter

Angestelltenrenten:

Renten bis 600 DM: 37,2 Prozent der Angestellten Frauen

6,3 Prozent Männer

Von den ledigen Frauen erhalten 53 Prozent weniger als 1000 DM Rente. Alleinerziehende

1,8 Millionen Haushalte in der BRD

18 Prozent der gesamten Haushalte sind alleinerziehend.

86 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen.

Ein Drittel der alleinerziehenden Mütter haben ein monatliches Nettoeinkommen von unter DM 1200 (Väter 14 Prozent).

53 Prozent der alleinerziehenden Mütter erzielen ihr Einkommen überwiegend aus Berufstätigkeit - während der Anteil der berufstätigen Frauen in der Gesamtbevölkerung seit 1945 in etwa konstant bei 38 Prozent liegt. Berufstätige Frauen

46 Prozent der erwerbstätigen Frauen hatten 1987 ein Einkommen von weniger als 1.200 DM (12 Prozent der Männer).

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