: Das ist Schöneweide
1 Deutsche Mark bezahlte der Samsung-Konzern für das Werk für Fernsehelektronik 1993. (Quelle: Kiezbüro Schöneweide)
5,8 Prozent Ausländerquote, in Berlin gesamt: 13,7 Prozent. (Stand: Juni 2009, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
10 Kilometer Luftlinie ist Schöneweide vom Roten Rathaus in Berlin entfernt. Eine Fahrt vom Alexanderplatz nach Schöneweide dauert mit der S-Bahn 26 Minuten. (BVG)
11 Prozent der Stimmen erzielte die NPD bei der Bundestagswahl 2005 in Oberschöneweide, das beste Ergebnis aller Berliner Bezirke. 2009 kam die NPD hier nur noch auf 4,0 Prozent. (Landeswahlleiter)
15,4 Prozent in Oberschöneweide, 11,6 Prozent in Niederschöneweide: Das ist der Anteil der Arbeitslosen an den melderechtlich registrierten Einwohnern am Ort der Hauptwohnung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren. (Stand: Juni 2009, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
16,9 Prozent der Menschen in Schöneweide leben von Arbeitslosengeld II. (Stand: Juni 2009, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
18 Allgemeinmediziner und 22 Zahnärzte gibt es in Schöneweide. (Bezirksamt Treptow-Köpenick)
29,7 Prozent in Schöneweide sind zwischen 27 und 45 Jahre alt. 45–65: 22,2 Prozent, 15–27: 16,8 Prozent, 0–15: 11,5 Prozent, über 65: 19,9 Prozent. (Stand: Juni 2009, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
34-mal so viele Einwohner: Die Bevölkerung Oberschöneweides ist im Zuge der Industrialisierung zwischen 1895 und 1915 angewachsen – von 625 auf über 21.000. (koepenick.net)
50 Prozent der Bevölkerung in Oberschöneweide wurden zwischen 1998 und 2003 „ausgetauscht“. (Quartiersmanagement Oberschöneweide)
60 Ateliers und Werkstätten an der Spree öffneten ihre Türen für Besucher beim Festival „Kunst am Spreeknie“ im Juli 2009. (Kiezbüro Schöneweide)
86 Prozent der Arbeitsplätze gingen mit der Wende 1989 in Oberschöneweide verloren: Von 25.000 blieben etwa 3.500 übrig. (Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr)
140,3 Meter ist der Kaisersteg lang, eine Fußgängerbrücke über die Spree, die Ober- und Niederschöneweide verbindet. 2007 wurde sie wieder eröffnet, nachdem sie 1945 von den Nazis gesprengt wurde. Die ursprüngliche Brücke ließ die AEG 1897/98 errichten. (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung)
250 „Rechte“ demonstrieren am 5. Oktober 2009 in Schöneweide nach einem Brandanschlag auf den „Henker“, ein Lokal, in dem sich die Neonazi-Szene trifft. Täter soll ein Mitglied der linken Antifa gewesen sein, was nach polizeilichen Angaben nicht zutrifft. Trotzdem findet eine Woche später eine Demo in Berlin gegen linke Gewalt statt, an der 750 Rechtsextreme teilnehmen. (taz)
440 neue Arbeitsplätze will die Schöneweide AG schaffen, eine Aktionsgemeinschaft zur wirtschaftlichen Wiederbelebung des Standorts. (Organizing Schöneweide)
900 Quadratmeter groß ist der Große Sendesaal 1 im Funkhaus Nalepastraße. Dieses Gebäude beherbergte von 1955 bis 1990 alle überregionalen Rundfunksender der DDR. Die Akustik des Saals ist legendär, weshalb er zum Beispiel vom Deutschen Filmorchester Babelsberg und den Dirigenten Daniel Barenboim und Kent Nagano regelmäßig für Aufnahmen genutzt wurde. Die Gesamtfläche des Geländes beträgt 13 Hektar. (Funkhaus Berlin)
1598 wird Schöneweide erstmals ins einer Reisebeschreibung des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. erwähnt. Er erfreute sich an einer schönen Uferwiese, der „schönen weyde“, links der Spree. (Bezirksamt Treptow-Köpenick)
2.000 Zwangsarbeiter gab es im Lager Schöneweide, das Hitlers Architekt Albert Speer 1943 errichten ließ. Das Lager wurde erst 1993 wieder entdeckt und steht seit 1995 unter Denkmalschutz. (Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide)
6.000 Studenten und 200 Professoren bietet der Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft Platz (HTW), der im Oktober dieses Jahres in Oberschöneweide eröffnet wurde. (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)
27.604 Menschen leben in Schöneweide: 17.473 in Oberschöneweide, 10.131 in Niederschöneweide (Stand: 30. Juni 2009, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
17.000.000 Bildröhren wurden im Werk für Fernsehelektronik bis zu seiner Stilllegung 1979 produziert. (Kiezbüro Schöneweide)
97.400.000 Euro flossen bis Ende 2008 aus öffentlichen Mitteln in die Sanierung des Stadtteils Oberschöneweide. (Quartiersmanagement Oberschöneweide)
122.000.000 Euro investierten der Bund und die Länder in den Bau und die Sanierung des Campus Wilhelminenhof. (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)