: Das Erbe von Transnuklear kehrt strahlend zurück
■ 50 Atommülltransporte aus Mol unterwegs oder geplant
Berlin (taz) — Während in Hanau die Juristen über den Transnuklear-Urteilen brüten, lassen die bundesdeutschen Behörden in einer Geheimaktion die umstrittene strahlende Fracht wieder ins Land. Das Bonner Umweltministerium bestätigte gestern gegenüber der taz, daß circa 50 Atommülltransporte aus Mol nach Deutschland unterwegs oder geplant seien. Zielorte und Transportrouten wollte Sprecherin Löcker zunächst nicht bekanntgeben: „Es gibt bestimmte Gruppierungen, die gegen jeden Transport vorgehen. Wir wissen genau, daß wir da Schwierigkeiten bekommen.“ Die ersten Transporte seien bei Nacht und Nebel am Dienstag abend aus Mol fortgeschafft worden. „Die Genehmigungsvoraussetzungen für Transporte und Lagerung liegen vor.“ SEITE 4
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen