■ Couchpotato's Chips & Tips: Samstag
Jeremiah Johnson
Wenn Robert Redford und Sydney Pollack die Kamera schultern und gemeinsam in die Wildnis ziehen, bringen sie hernach meist einen Schinken heim. Das vorliegende Beispiel beweist es.(Pro 7, 14.10 Uhr)
Die lange Filmnacht mit den Leuten von Golzow
Der Defa-Dokumentarist Winfried Junge drehte 1961 erstmals im märkischen Golzow. In den folgenden Jahren entstanden neun weitere Filme, zusammengenommen eine einzigartige Chronik des Lebens in der DDR. 1993 erfolgte, unter Mitwirkung der Golzower Bürgerinnen und Bürger, die kritische Aufarbeitung dieses Projekts. Südwest 3 zeigt die drei je neunzigminütigen Teile der Langzeitdokumentation en suite.(Südwest 3, 22.00 Uhr)
Fatale Begierde
Eine Zeitlang haben sich die Amerikaner ganz gern die Nerven kitzeln lassen von der (Film-)Vorstellung, das Böse in den eigenen vier Wänden zu beherbergen. In „Fremde Schatten“ rückte ein infernalischer Michael Keaton den Turteltauben Melanie Griffith und Matthew Modine zu Leibe, Rebecca De Mornays „Hand an der Wiege“ versetzte Annabella Sciorra in Angst und Schrecken, Kevin Kline richtete sein Begehren auf des Nachbarn Weib und ließ sich damit auf ein „Gewagtes Spiel“ ein. Noch abgefeimter geht's in „Fatale Begierde“ zu – wer wollte auch schon dem freundlichen Schutzmann Ray Liotta mißtrauen? Madeleine Stowe und Kurt Russell jedenfalls tun es nicht, und das erweist sich rundum als folgenschwerer Fehler...(Pro 7, 22.00 Uhr)
The Doors
Oliver Stones Filme kommen allein auf der größtmöglichen Leinwand angemessen zur Geltung. Stimmen die technischen Voraussetzungen, werden Augen und Ohren mit „The Doors“ besonders gut bedient.(RTL 2, 22.30 Uhr)
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen