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Clinton gegen die Wand gelaufen

■ Rede im Rundfunk gegen japanische Autohändler

Washington (dpa) – US-Präsident Bill Clinton hat erneut Strafmaßnahmen für den Fall angedroht, daß Japan den Automarkt nicht stärker öffne. Er wolle zwar keinen Handelskrieg, sei aber entschlossen, Japans Automarkt zu öffnen. „Wir werden bald handeln, wenn das notwendig ist“, sagte Clinton am Samstag in seiner wöchentlichen Radioansprache. „Lang genug sind wir in dieser Frage gegen eine Mauer gelaufen.“

US-amerikanische Hersteller von Autos und Autoteilen sollten einen fairen Anteil am Markt erhalten, jedoch keine Sonderbehandlung, sagte Clinton. „Wir wollen, daß alle Länder gleichen Zugang zu Japans Märkten bekommen.“ Seit zwanzig Jahren schlügen sich US-Präsidenten jetzt mit diesem Handelsproblem herum.

Die USA wollen die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf anrufen und in den kommenden Tage mögliche Strafmaßnahmen gegen Japan veröffentlichen. Der Handelsbeauftragte Mickey Kantor hatte dies in der vergangenen Woche angekündigt. Japan strebt ebenfalls eine Klärung des Streits vor der WTO an und argumentiert, der Marktzugang sei bereits frei. Die europäischen Staaten und Autohersteller sehen den Konflikt mit Sorge: Sie streben zwar ebenfalls höhere Marktanteile in Japan an, fürchten aber einen Rückfall in eine „Bilateralisierung“ des Handels zu Lasten eines freien Warenaustausches. Kommentar Seite 10

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