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Chemieabkommen gefordert

Genf (dpa) - Der Exekutivdirektor des UNO–Umweltprogramms (UNEP), Mostafa Tolba, schlug am Montag den Abschluß von zwei Abkommen vor, nachdem die jüngsten Chemieunfälle am Rhein die „beklagenswerte Unzulänglichkeit der internationalen Gesetzgebung“ erwiesen hätten. Eines der geplanten Abkommen soll die Regierungen zur sofortigen gegenseitigen Information verpflichten, das andere zu unverzüglicher Hilfe untereinander. Tolba meint, zur Verwirklichung der Abkommen könnte das in Genf angesiedelte Internationale Erfassungsbüro für potentiell gefährliche Chemikalien, ein Organ des UNO–Umweltprogramms, beitragen. Der Leiter dieses Büros, der Niederländer Jan Huismans, sagte, daß diejenigen Chemieunfälle, die kürzlich Schlagzeilen gemacht hätten, „wahrscheinlich nur eine Handvoll all jener waren, die sich außerdem ereigneten, ohne daß darüber berichtet wurde“. Rhein und Mississippi seien „klassische Beispiele von Flüssen, die ständig durch Industrieabfall verseucht werden“.