: Castles Made of Sand
Man hört's die ganze Straße runter, „du bist ein Ekel“,
wie sie schreit. Und sie schlägt die Tür in sein betrunkenes Gesicht,
und jetzt steht er draußen, die Nachbarn tuscheln und kakeln.
Er schreit „Oh Frau, bist du denn verrückt.
Was ist mit der süßen Liebe geschehen, die wir hatten.“
Er stemmt sich in die Tür, er startet eine Szene,
seine Tränen verbrennen das Gartengrün. Und so verlaufen Schlösser, die aus
Sand gebaut sind, am Ende in der See.
Ein kleiner Indianer, tapfer, noch nicht zehn,
spielt den ganzen Tag Krieg mit Freunden im Wald.
Und er baut an seinem Traum,
wenn er groß ist, ein furchtloser Kriegshäuptling zu sein.
Viele Monde gingen vorbei, der Traum nahm zu und wuchs.
Morgen würde er den ersten Kriegsgesang singen,
morgen seinen ersten Kampf kämpfen. Aber etwas lief schief,
ein Überfall, während er schlief, tötete ihn diese Nacht.
Und so fallen Schlösser, die aus Sand gebaut sind, letztendlich an die See.
Ein junges Mädchen, ihr Herz war Stirnrunzeln, war verkrüppelt fürs Leben
und konnte keinen Ton sprechen,
und sie wünschte und betete, sie könnte aufhören damit,
so beschloß sie, zu sterben.
Sie zog ihren Rollstuhl an den Rand vom Strand,
und lächelte ihre Beine an: „Ihr werdet mir nicht mehr lange wehtun.“
Aber ein Anblick, den sie noch niemals sah, ließ sie aufspringen,
„Sieh, ein goldgeflügeltes Schiff kommt vorbei“,
und es hörte überhaupt nicht auf, es fuhr, es fuhr.
Und so gleiten Schlösser, die aus Sand gebaut sind, am Ende in die See.
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