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CDU: eigene Mehrheiten

■ CDU will mehr Frauen und Jugend/ Kohl für Olympia und Umzug

Berlin. Die Berliner CDU strebt nach den Worten ihres Fraktionsvorsitzenden Klaus-Rüdiger Landowsky bei den nächsten Wahlen zum Abgeordnetenhaus „eigene Mehrheiten“ an: Er kämpfe „für eine Regierung ohne Sozis“. Beim Koalitionspartner SPD seien vor allem im Westteil der Stadt „Affinitäten zu Rot-Grün deutlich sichtbar“.

Landowsky forderte für seine Partei eine stärkere Hinwendung zur jungen Generation. Lediglich 11,5 Prozent der Berliner CDU- Mitglieder sind jünger als dreißig Jahre. Bei den jungen Frauen beträgt der Anteil sogar nur 8,4 Prozent. Die Frauen stellen zwar 34 Prozent der rund 14.000 Mitglieder in Berlin, sind aber bei der Vergabe von Senatorenämtern bisher nicht berücksichtigt wurden.

Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat sich erstmals eindeutig zur Olympia-Bewerbung Berlins bekannt. Vor dem CDU-Landesparteitag bezeichnete er die Kandidatur als „gute Sache“. Für das internationale Ansehen Deutschlands sei es „wichtig“, zehn Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR und der Vereinigung „friedliche Spiele einzuleiten“. Den Einwand, die Spiele würden viel Geld kosten, wies er zurück. „Die Kosten in Berlin würden zu vier Fünftel auch ohne Olympia und Hauptstadt anfallen“, sagte Kohl unter dem Beifall der Delegierten.

Die Spiele sollten keine „protzige Schaustellung“ werden, sondern mit „Würde und Bescheidenheit“ veranstaltet werden.

Kohl bekräftigte sein Bekenntnis zum Umzugsbeschluß des Bundestages. Es werde auch „keine Verschiebungen“ geben. Allerdings müsse man sich bei den Bauarbeiten auf „einigen Ärger und Überraschungen“ gefaßt machen. Diepgen betonte, das Kanzleramt werde noch in diesem Jahrzehnt in Berlin sein. Er forderte erste Grundsteinlegungen, damit der Zeitpunkt des Umzuges fixiert werde. dpa/afp/adn

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