: CDU-Kirchen-Kritik
■ CDU-Neumann: Protest gegen Protestanten
Als „unverantwortliche Unterstellung“ hat der Bremische CDU-Landesvorsitzende und Bonner Staatssekretär, Bernd Neumann, die Auffassung bezeichnet, der Bonner Asylkompromiß errichte eine „neue Mauer um Deutschland“. Das hatte der Kirchenausschuß der Bremischen Evangelischen Kirche vertreten. In einem Schreiben an den Rat der Evangelischen Kirche in Bonn hatten die Bremer ProtestantInnen von der EKD, dem Bremer Senat und den Bundestags-Abgeordneten gefordert, den Asylkompromiß abzulehnen. Diese Sicht können Neumann und sein Bremer Bundestagskollege Günter Klein „beim besten Willen nicht nachvollziehen“. Der Asylkompromiß sei ein entscheidender Schritt vorwärts, seine Ablehnung ein Zeichen für Realitätsferne. Das sieht Horst Janus vom Kirchenausschuß anders: „Eine Änderung des Asylrechts ist eine der Grundsatzfragen, zu der die Kirchen sehr wohl etwas sagen sollten. Gerade in Bremen haben sich ChristInnen oft für den Schutz von Fremden eingesetzt.“ bpo
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen