: Buren gehen massiv gegen liberale Weiße vor
Johannesburg (taz) - Am Johannesburger Jan–Smuts–Flughafen kam es gestern zu heftigen Konfrontationen zwischen etwa 50 Mitgliedern der faschistischen burischen Widerstandsbewegung (AWB) und rund 20 liberalen Studenten. Dabei wurde mindestens ein Student von den etwa 100 uniformierten Polizisten verhaftet, die den Flughafen bewachten. Die Demonstranten hatten sich am Flughafen versammelt, um eine Gruppe weißer liberaler Südafrikaner zu empfangen, die von Gesprächen mit der verbotenen Volksorganisation Afrikanischer Nationalkongreß (ANC) zurückkehrten (wir berichteten). Die AWB wollte den „Verrätern“ zeigen, daß sie „in Südafrika nicht willkommen sind“. Die zurückkehrenden Südafrikaner verließen das Flughafengebäude durch Seitenausgänge und vermieden so jeden Kontakt mit den burischen Demonstranten der AWB.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen