: Bürgerrechtler gegen Agentenvorwurf
Frankfurt/Main/Berlin. Gegen den Vorwurf der Zusammenarbeit einstiger DDR-Bürgerrechtler mit westlichen Geheimdiensten haben sich die Bürgerrechtler Jürgen Fuchs und Ralf Hirsch gewandt. In einer Erklärung sagen sie, anhand ihrer Stasi-Akten sei nachzuweisen, daß die Stasi vielen Oppositionellen unterstellte, Westagenten zu sein, um sie zu diskreditieren. Zuletzt waren solche Vorwürfe gegen den heutigen CDU-Bundestagsabgeordneten Rainer Eppelmann im Stern erhoben worden. Die Stasi habe in allen von Fuchs und Hirsch genannten Fällen bereits bis Ende 1989 intern feststellen müssen, daß der Nachweis für die Verleumdungen nicht zu erbringen war. Anstelle der Beweise seien dann aktive Maßnahmen der Stasi getreten. Übergelaufene Agenten mit „West-Know- how“ hätten mit „Gutachten“ dennoch versucht, eine Verbindung zu westlichen Geheimdiensten herzustellen.
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