: Bürgermeister gegen Waffen
PORTO ALEGRE taz ■ Neun kolumbianische Großstädte haben eine Gesetzesinitiative zur verstärkten Kontrolle von Schusswaffen gestartet. In der Hauptstadt Bogotá will Bürgermeister Luis Eduardo Garzón in den kommenden Monaten 700.000 Unterschriften für das Projekt sammeln. Sollte es im Parlament angenommen werden, könnten die Bürgermeister in Kolumbien das Tragen von Waffen einschränken. Geplant ist zudem, das Mindestalter für Waffenbesitz von 18 auf 25 Jahre anzuheben. Die jungen Leute, die von der Waffengewalt besonders betroffen seien, würden sich an die Spitze der Kampagne stellen, sagte Garzón vorgestern. In Bogotá würden 70 Prozent aller Morde mit Schusswaffen verübt, hieß es. Einer Umfrage zufolge glauben immer weniger Kolumbianer, Waffenbesitz führe zu mehr Sicherheit. Nach Angaben der Weltbank ist in Kolumbien, Venezuela, El Salvador, Mexiko und Brasilien Waffengewalt die häufigste Todesursache. Jedoch ist die Mordrate in Bogotá deutlich gesunken. Wurden 1994 noch 80 von 100.000 Bogotanern ermordet, waren es 2006 nur noch 18. GD
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