piwik no script img

Buchpreisbindung in DeutschlandAuch E-Books werden gebunden

Gilt die Preisbindung für Bücher in Deutschland auch bei E-Books? Ja, sagt Bundeswirtschaftsminister Gabriel und bereitet ein Gesetz vor.

BERLIN rtr | Die Bundesregierung will die Preisbindung für Bücher in einem Gesetz ausdrücklich auch für elektronische Ausgaben festschreiben. Das Bundeswirtschaftsministerium verschickte nach eigenen Angaben vom Donnerstag einen entsprechenden Änderungsentwurf für das Buchpreisbindungsgesetz an die Länder und zuständigen Verbände.

Darin werde klargestellt, „dass auch elektronische Bücher unter die Preisbindung fallen“, erklärte das Ministerium. Eine Erhöhung des Preisniveaus für die E-Books werde es dadurch aber nicht geben. Das Gesetz regle, dass die Preisbindung für alle Buchverkäufe an Verbraucher in Deutschland gelte.

„Unser Gesetzentwurf ist ein Signal an die gesamte Buchbranche, dass wir uns für die Interessen der Leserinnen und Leser einsetzen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Damit werde ein Beitrag zum Erhalt der Vielfalt der Buchtitel und der Buchhandlungen geleistet.

Mit der geplanten Gesetzesänderung reagiert die Bundesregierung auf den steigenden Anteil der über das Internet verkaufen Bücher sowie den Vormarsch von elektronischen Büchern am Markt. Mit dem Entwurf wird zudem ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt.

Während der traditionelle Buchhandel seit langem schon eine Verwässerung der Buchpreisbindung fürchtet, stehen weite Teile des Online-Buchhandels diesem Instrument kritisch gegenüber.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • Dideldidum

    Boah bin ich froh das ausländische Bücher zu einem großen Teil nicht darunter zu fallen scheinen....