piwik no script img

Breite Unterstützung

■ Streik von türkischen Unternehmen

Der für heute geplante Streik türkischer Kleinunternehmer in Berlin ist nach Angaben des Bundes türkischer Einwanderer auf breite Zustimmung gestoßen. „Es haben auch mehrere Hundert deutsche Unternehmer bei uns angerufen und Streikplakate abgeholt“, sagte Kenan Kolat, Geschäftsführer des Bunds der Einwanderer und Einwanderinnen aus der Türkei in Berlin-Brandenburg, gestern. „So merken wir, das wir nicht allein sind.“ Der überparteiliche Dachverband von 18 türkischen Organisationen hatte Anfang der Woche zu einem Ladenstreik von 12 bis 13 Uhr aufgerufen, um der Trauer der türkischen Bevölkerung für die Ermordeten von Solingen Ausdruck zu geben. In Berlin gibt es etwa 5.000 türkische Geschäfte, Restaurants, Imbisse und Reisebüros. Um 12.15 Uhr will Wirtschaftssenator Norbert Meisner (SPD) in Kreuzberg eine Rede halten.

Einen „Rat der Vernunft“ hat gestern der ausländerpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Eckhardt Barthel, gefordert. Angesichts wachsender Gewaltakte gegen ethnische Minderheiten sei eine gemeinsame Plattform von Vertretern deutscher und ausländischer Verbände, Organisationen und der Politik erforderlich. dpa

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen